Rastlos zieht dahin eine kecke, kleine Schnecke,
Denn sie sucht ein neu' Zuhaus.
Ihr ist die Stätte der Ruh' nicht geblieben, und vertrieben
Führt ihr Weg sie weit hinaus.
Aus ihrer Ruh' wurd' sie geschreckt,
Die heile Welt hat man ihr zerstört
Neugierde ward bei ihr erweckt
An Utopien, von denen sie gehört.
Denn saftiges Grün hebt Gedanken aus den Schranken
Und beflügelt sie ein Stück.
Hofft, oftmals zu oft, so bleibt die Kleine meist alleine
Auf der Suche nach dem Glück.
Noch weiß sie nicht die rechte Rout',
So zieht mal hier, mal dort sie lang,
Manche Erfahrung tut ihr gut,
Bei anderen, da wird ihr bang'.
Und manchmal wünscht sie sich, sie würde finden, Hilfe finden,
Doch diese ist sehr rar,
Und oft, oft überseh'n, geht die Schnecke manche Strecke
Von höchster Gefahr.
Sie kämpft sich durch, denn zäh ist sie,
Doch manchmal auch fragt sie um Rat,
Wohin zu gehen, erfährt sie nie,
Höchstens hat man für sie parat:
Eil', Schnecke, eil', du musst sehr zügig geh'n,
Wohin, Schneck', wohin, das musst du selber seh'n,
Nur hast', ohne Rast, vorm Ernten erst man sät,
Und fast, Schnecke fast, es ist schon fast zu spät!
Zu spät?
Doch manchmal sieht man sie, wie sie daliegt, nichts mehr mitkriegt,
Und in ihr wohnt Schwermut,
Dann will, will sie nicht mehr, sie ist müde, einfach müde
Und ihr fehlt jeglicher Mut.
Doch die Schnecke bäumt sich wieder auf
Schon für die nächste Etappe bereit,
So fährt sie fort mit ihrem Lauf
Gegen und mit der Zeit!
Und eil', Schnecke, eil', sonst kommst du nie zum Ziel,
Verweil' nicht, sei Pfeil, sonst nützt 's dir nicht viel,
Und hast', ohne Rast, vorm Ernten erst man säht,
Und fast, Schnecke fast, es ist schon fast zu spät!
Eil', eil', Schnecke, eil', sonst kommst du nie zum Ziel,
Denn fast, Schnecke fast, es ist schon fast zu spät
fürs Ziel!
Kurz, kurz vor dem Grün, blieb die Schnecke auf der Strecke,
Sie hat vergeudet ihre Müh'
Viel zu früh!